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25 Jahre City - Boys Mannheim

25 Jahre City-Boys Mannheim 1985
Blau und Schwarz, Hand in Hand, Arm in Arm durch unser Land. Blau und Schwarz, in meinem Herz, gibt mir Freude nimmt den Schmerz ...
... diese Zeilen aus einem Lied über den SV Waldhof Mannheim 07 ist seit über ein viertel Jahrhundert bezeichnend für uns und so können wir im Jahr 2010 auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken.
In den Jahren unseres Bestehens haben wir natürlich Höhen und Tiefen durchlebt, doch unvergessen sind neben den sport­lichen Erfolgen, in den 80ern und 90ern, auch die persönlichen Erlebnisse mit den gegnerischen Fans. Aber auch negative Zeiten konnten uns nicht wirklich beeindrucken. Die Philosophie von uns war schon immer, die Mannschaft des SV Waldhof in guten sowie in schlechten Zeiten zu unterstützen und sie besonders auswärts auf ihrem Weg zurück in den bezahlten Fußball zu begleiten.
Schon seit sieben langen Jahren spielt der SV Waldhof in der 4. Liga und kämpft Jahr für Jahr ums Überleben, da der siebt­größte Wirtschaftsraum Deutschlands, die Metropolregion Rhein-Neckar, nicht imstande ist, einen Traditionsverein, wie den SV Waldhof, finanziell zu unterstützen. Traurig aber wahr und trotzdem pilgern im Durchschnitt über 3.000 Zuschauer zu den Heimspielen des SV Waldhof, obwohl im Umkreis von Mannheim, Fußballvereine wie 1899 Hoffenheim, Eintracht Frankfurt, Karlsruhe SC, 1. FSV Mainz 05, Kickers Offenbach und der 1. FC Kaiserslautern in den ersten drei Ligen spielen. Auch wenn in Mannheim Vereine wie die Adler Mannheim (Eishockey), der Mannheimer HC (Feldhockey) und die Rhein-Neckar Löwen (Handball) in ihren Bundesligen sehr erfolgreich um Deutsche Meisterschaften spielen, sollte doch Profifußball in der Region möglich sein.
Wer wir sind, woher wir kommen und was wir machen!
Als wir Mitte der 80er die City-Boys gegründet hatten, waren die meisten Mitglieder von uns gerade mal um die 18 Jahre alt. Wir wollten anders sein, keine Trikots und Kutten mehr tragen, sondern uns modisch, sportlich und modern kleiden. Gerade wir waren in ganz Deutschland dafür bekannt, teure Marken wie zum Beispiel: Best Company, Iceberg, Chevignon, Diesel und Blue System sowie teure Sportschuhe zu tragen. Baseballmützen gehörten genauso dazu, wie Regenschirme bei schlech­tem Wetter, oder Handschuhe im Winter. Ab und an wunderten sich sicherlich einige andere Fußballfans, warum wir auch bei strahlendem Sonnenschein Regenschirme mit dabei hatten, aber gerade das Wetter in Mannheim war nie besonders bestän­dig, sodass wir immer darauf bedacht waren, unsere Frisuren und Kleidung trocken zu halten.
In den 90igern versammelten sich an manchen Heimspielen einige Hundert junge Männer vorm Stadion, um die gegnerischen Fans zu empfangen. Gern gesehene Gäste waren Fans aus Düsseldorf, Kaiserslautern, Nürnberg, München, Köln, Darmstadt, Offenbach und Frankfurt, aber auch auswärts waren wir immer gut vertreten und nicht nur bei den üblichen Derbys, sondern u.a. auch in Leipzig, Jena, Hamburg, Hannover, Homburg, Köln, Nürnberg, Leverkusen, Saarbrücken und auch bei vielen an­deren Vereinen, wo es nur um das Sportliche ging.
Im Jahr 1999 fand das berüchtigte Spiel gegen die Kickers Offenbach statt. Bei einem Sieg, oder einem Unentschieden auf dem Bieberer Berg und der SV Waldhof wäre mit grenzender Wahrscheinlichkeit vorzeitig in die 2. Bundesliga aufgestiegen und so machten sich mehrere Tausend Waldhofanhänger mit dem Sonderzug auf dem Weg nach Offenbach. Was damals passierte, ist Geschichte und kann unter der Rubrik Presse nachgelesen werden.
Nachdem Aufstieg in die 2. Bundesliga, klopfte der SV Waldhof 2001 an die Tür der 1. Bundesliga und spielte am letzten Spieltag zu Hause vor ausverkauftem Haus gegen 1. FSV Mainz 05 und siegte dabei überlegen 4:0. Der Aufstieg ins Oberhaus wurde von uns schon frenetisch gefeiert, da der Hauptkonkurrent St. Pauli beim Tabellenführer 1. FC Nürnberg spielte. Doch Nürnberg verlor am letzten Spieltag ihr einziges Heimspiel, St. Pauli stieg als Tabellendritter auf und der SV Waldhof beende­ten die Saison auf dem 4. Tabellenplatz. Der Frust saß nach dem Spiel natürlich sehr tief, sodass einige angereiste Mainzer Fans unseren Ärger abbekommen hatten.
Dieser verpasste Aufstieg in die 1. Bundesliga war der Anfang vom Ende und der SV Waldhof musste 2003 in die Regionalliga absteigen, doch wegen läppischen 300.000 € die dem SV Waldhof für die neue Lizenz fehlten, mussten die Blau-Schwarzen einen Neuanfang in der Oberliga starten. Die Zeiten, wo wir mehrere Tausende Gästefans erwarten durften und wir rund um das Stadion unseren Spaß haben konnten sind nun vorbei. Statt gegen MSV Duisburg, Karlsruher SC, oder 1860 München zu spielen, dürfen wir nun Vereine wie SC Pfullendorf, SC Verl, oder SV Elversberg empfangen. Immerhin gibt es einige Licht­blicke in der Regionalliga, denn Vereine wie Rot-Weiss Essen, Darmstadt 98, Hessen Kassel und Preußen Münster geht es auch nicht viel besser als uns. Auch wenn die Zuschauerzahlen drastisch zurückgegangen sind und viele Freunde der 3. Halb­zeit nicht mehr zu allen Heimspielen kommen, ist es doch bemerkenswert, wie viele Jungs von uns bei solchen Highlights wie gegen Rot-Weiss Essen, oder Darmstadt 98 am Start sind. Gerade mit unseren Freunden von The Firm Mannheim haben wir zu Hause, aber auch auswärts, eine stattliche Anzahl von Waldhofanhängern, die sich auch mal gerade machen, wenn es sein muss.
Viele Klischees über die City-Boys sind erfunden, oder entsprechen der Wahrheit nicht. Wer uns Hooligans nennen möchte, darf das gerne tun, doch wir selber sehen uns als Fußballfans und stolze Waldhofanhänger. Wir besuchen die Spiele des SV Waldhof in erster Linie um die Mannschaft zu unterstützen und um guten Fußball zu sehen. Um Freunde zu treffen, mitein­ander ein Bierchen zu trinken und über die alten Zeiten zu erzählen. Wer behauptet, Hooligans sind rechtsradikal, sollte sich mal überlegen, warum unter den City-Boys Kroaten, Serben, Griechen, Magyaren, oder Türken sind. Wie die Politik spielt auch die Herkunft der einzelnen Personen keine Rolle, denn unter den City-Boys gibt es: Versicherungsleute, Informatiker, Arbeitssuchende, Kaufleute, Schlosser, Bankangestellte, aber auch Schüler, Studenten, Beamte und Lehrer. Man wird auch nie einen von uns im Stadion randalieren sehen, denn dafür ist uns der SV Waldhof einfach zu wichtig.
In den 25 Jahren der City-Boys sind viele Gesichter nicht mehr am Start, oder sind leider nicht mehr unter uns, haben Frau, Kinder und Familie, oder haben einfach das Interesse am Fußball verloren. Einige von uns sind aus persönlichen, oder beruf­lichen Gründen aus der Region weggezogen und können daher nicht mehr so oft die Spiele des SV Waldhof besuchen. Doch obwohl wir schon seit so vielen Jahren in der Regionalliga spielen, haben wir alle untereinander noch einen sehr guten Kon­takt und freuen uns wie kleine Teenies, wenn es wieder gegen Darmstadt 98, oder nach Kaiserslautern geht. Auch wenn wir sicherlich schon die 3. Generation der City-Boys haben, sind viele von damals noch dabei. Natürlich sind wir keine 18 mehr und die meisten gehen langsam auf die 40 zu, oder sind schon darüber, aber die Freude am Fußball und die Liebe zum SV Waldhof werden wir immer im Herzen tragen.